22.09.2015

Dominik Beykirch mit Ernst-von-Schuch-Preis ausgezeichnet

Prof. Wolfgang Hentrich, Eva Damm, Preisträger Dominik Beykirch, Martina Damm und Dr. Benedikt Holtbernd. © Museen der Stadt Dresden, Franz Zadnicek

In Kooperation mit dem DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates vergab die „Familienstiftung Ernst Edler von Schuch“ zum zweiten Mal den mit 2.000 Euro dotierten Preis an einen jungen Dirigenten.

Die Auszeichnung wird vergeben in Erinnerung an Ernst Edler von Schuch  (1846-1914), der von 1872 bis 1914 an der Dresdner Hofoper wirkte, als Generalmusikdirektor die Königliche Musikalische Kapelle (die heutige Staatskapelle) in Dresden zu Weltruhm führte und das Dresdner Musik- und Theaterleben maßgeblich prägte. Der von Brigitte Bela, Enkelin von Ernst von Schuch, gestiftete Preis zeichnet einen jungen Dirigenten für seine dirigentischen Leistungen speziell im Opernbereich aus.  Eine Jury, bestehend aus Prof. Dr. Peter Gülke, Hermann Bäumer, Rolf Becker, Giordano Bellincampi und Nikolaus Pont ernannte im Juni in Anwesenheit und mit Zustimmung von Martina Damm, Sprecherin der Ernst-von-Schuch-Familienstiftung, den 24-jährigen Dominik Beykirch beim Abschlussdirigieren der 1. Förderstufe des DIRIGENTENFORUMs mit dem Göttinger Symphonie Orchester zum Preisträger.

Am Dienstagabend fand die Preisverleihung im Festsaal des Stadtmuseums Dresden statt, die Martina Damm und der Künstlerische Geschäftsführer des Deutschen Musikrates Dr. Benedikt Holtbernd mit Grußworten eröffneten. Prof. Wolfgang Hentrich, 1. Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, hielt die Laudatio, musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Musikern der Dresdner Philharmonie – eine schöne Geste, da der Preisträger in der Spielzeit 2013/14 als Assistent des Chefdirigenten mit dem Dresdner Orchester wichtige Berufserfahrungen gesammelt hatte.

Dominik Beykirch ist seit 2013 Stipendiat im DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates. Er studiert seit 2010 Orchesterdirigieren bei Prof. Nicolás Pasquet und Martin Hoff an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Zuvor war er bereits Jungstudent an der Weimarer Hochschule. In Konzerten dirigierte er u.a. die Staatskapelle Weimar, das hr-Sinfonieorchester sowie die Jenaer Philharmonie und besuchte Meisterkurse bei Bernard Haitink und Daniel Raiskin. Er leitete die Uraufführung von Ludger Vollmers Oper „Schillers Räuber“ und assistierte bei der Produktion von Brittens „A Midsummer Nights Dream“ am Deutschen Nationaltheater Weimar. Beim Dirigierwettbewerb der mitteldeutschen Musikhochschulen mit dem MDR Sinfonieorchester gewann er 2013 den 1. Preis. Beim 6.  Deutschen Hochschulwettbewerb Orchesterdirigieren wurde er 2015 mit dem 1. Preis ausgezeichnet. In der Saison 2013/14 war er Stipendiat der Hermann-Hildebrandt-Stiftung und seit 2014 ist er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Mit der Spielzeit 2015/16 wird er 2. Kapellmeister des Deutsche Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar. Im Rahmen der Förderung durch den Deutschen Musikrat besuchte er Meisterkurse u.a. bei Hermann Bäumer, Howard Griffiths, Stefan Malzew, Colin Metters, Andreas Schüller und Jukka-Pekka Saraste.